Druckwaagen und Vergleichsprüfstände

 
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Druckwaage Druckwaagen oder auch Druckprüfstände mit gewichtsbelastetem Kolben werden als Primärnormal für Präzisionsdruckmessungen eingesetzt.

Da Druck die am häufigstem vorkommende physikalische Messgröße in Industrie und Forschung ist, kommt dem Einsatz dieser Instrumente große Bedeutung zu.

Unsere Präzisionsdruckwaagen dienen der Kontrolle, Justierung und Kalibrierung von anzeigenden, steuernden oder registrierenden Druck- und Unterdruck- Mess- und Regelgeräten wenn höchste Messgenauigkeit gefordert ist.

Hydraulische Druckwaagen bestehen im Wesentlichen aus einer Spindelpumpe als Druckerzeuger, aus der Kolben- / Zylindereinheit als Vorgleichsnormal, einem Vorratsbehäter für die Hydraulikflüssigkeit und dem Prüflingsanschluss. Die Spindelpumpe dient zum Füllen des Systems, zur Erzeugung des Prüfdrucks und zur Feineinstellung.  

Vergleichsprüfstand Typ C2 Wird nur die Druckerzeugung benötigt; soll also ein Prüfling gegen ein Sekundärnormal z.B. ein zweites Manometer gemessen werden, empfiehlt sich der Einsatz eines Vergleichsprüfstands. Siehe nebenstehendes Foto.

Pneumatische Druckwaagen haben anstelle der Spindelpumpe einen Anschluss für die externe Druckluftversorgung.

Um eine größtmögliche Genauigkeit zu erreichen, werden die Kolben aus Wolframkarbid und die Zylinder aus einer Martensit-Edelstahl Sonderlegierung hergestellt. Diese Werkstoffe sind extrem hart, sodass selbst nach längerem Einsatz fast keine Abnutzungserscheinungen auftreten und der wirksamen Kolbenquerschnitt nahezu unverändert bleibt. Die Werkstoffe sind sehr homogen, haben eine große Korrosionsfestigkeit, einen sehr niedrigen Temperaturausdehnungskoeffizienten und einen großen Abriebwiderstand.

Der Prüfdruck wird je nach Modell entweder hydraulisch oder pneumatisch erzeugt. Als Druckmittel wird bei den hydraulisch betätigten Waagen eine säurefreies Spezialöl und bei den pneumatisch betätigten saubere Luft -eventuell auch Stickstoff- verwendet.

Die Erreichung hoher Messgenauigkeit stellt hohe Anforderungen an das Herstellverfahren. Enge Masstoleranzen müssen sowohl für Zylinder und Kolben als auch für den Luftspalt zwischen ihnen beachtet werden. Dieser beträgt bei Hydrauliktypen ca. 0,5 µm und bei Pneumatiktypen ca. 0,25 µm.

Ausser Zylinder und Kolben unterliegt auch die Herstellung der Plattengewichte hohen Anforderungen hinsichtlich enger Toleranzen ihrer Massen. Staatlich beglaubigte Vergleichsgewichte dienen zur Kontrolle der hergestellten Plattengewichte.


 

Technische Daten:

Allgemein:

Messbereiche:

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