Ihre Anwendung finden die Druckschalterprüfgeräte, bzw. die "Dynamischen Druckregler" DR1 und DR3 dort, wo besonders kleine Drücke hochgenau zu regeln sind, oder der Druck stufenlos an-, bzw. absteigen muss.
Elektropneumatische Regler (siehe EPK) die solche "Kleinstniedrigdrücke" mit einem statischen System erzeugen, haben den Nachteil, dass Druck- und Temperaturschwankungen der Umgebung sehr schnell die Messergebnisse beeinträchtigen können oder sogar eine Messung unmöglich machen, weil die Sollwertvorgabe auf den Istwert neu einregelt und darum bei hoher Anforderung nicht stabil genug ist.
Die Druckregler DR haben diesen Nachteil nicht, da sie die Referenzdrücke mit einem "offenen" System erzeugen. Diese Offenheit der Referenzdruckerzeugung bietet einen hochstabilen Vergleichsdruck selbst dann, wenn große Membranen von Druckschaltern ihr eigenes Volumen bis zum Nenndruck sehr erheblich verändern.
Die so geregelten Drücke können bei kleinsten Bereichen von 0...2 mbar noch mit einer Auflösung von 0,001 mbar (100mPa) arbeiten. Der maximale Regelbereich liegt aus ökonomischen Gründen bei etwa 30 bar, denn das DR hat einen stetigen kleinen Luftverbrauch, der, bei Versorgung aus dem Hausnetz nicht relevant ist, aber bei höher werdendem Druck stört.
Das DR kann für die besonders bei der Druckschalterkalibrierung nötige dynamische Druckerzeugung eingesetzt werden oder einen quasi statischen Referenzdruck erzeugen. Die sehr fein von einem Schrittmotor gesteuerte Drossel liefert den frei wählbaren steigenden oder fallenden Ausgangsdruck. Ist ein statischer Druck gefordert wird dieser Solldruck analog, z.B. mit 10-Gang-Potentiometer im Handbetrieb vorgegeben.
Bei der Druckschalterkalibrierung werden zur Erhaltung eines hohen Qualitätsstandards die Schaltpunkte genau überprüft und eingestellt. Bisher wurde in vielen Fällen diese Überprüfung manuell vorgenommen, mit allen daraus resultierenden Fehlermöglichkeiten, wie nichtlinearer Druckanstieg und Druckabfall.
Druckanstieg- und Druckabfallzeit können bestimmt werden um größtmögliche Reproduzierbarkeit der Prüfungen zu gewährleisten.
Prüflingsausgänge werden vom DR in mV, V oder mA - Größen gemessen und angezeigt, bei Druckschaltern wird das Schaltereignis eingefroren, bzw. gespeichert.
Bei dynamischen Prüflingen lässt sich ein Fenster für oberen und unteren Schaltpunkt definieren; auch das mehrfache Durchfahren einer Druckkurve ist möglich.
Das DR1 ist Handgesteuert, ein "stand alone" Gerät welches mit Rechnerschnittstelle ausgerüstet sein kann, während das DR3 ausschließlich durch den PC bedient wird.
Verschiedene Softwareversionen erlauben die maßgeschneiderte Konfiguration eines Prüfplatzes.
Zu Beginn eines Arbeitsablaufs wird der Prüfling an das DR pneumatisch und elektrisch angeschlossen. Am Bildschirm wird eine Typdefinition geladen, die die Typ-Eigenschaften des Prüflings repräsentiert. Damit ist der Prüfablauf festgelegt und die Kalibrierung kann gestartet werden.
Der Druck verändert sich nun in Abhängigkeit der schrittmotorgetriebenen Drossel. Der Druckverlauf wird nummerisch oder grafisch dargestellt und das Programm erfasst bei definierten Ereignissen die Messwerte und stellt diese dar. Letztere können nach Abschluss der Prüfung gespeichert oder auch ausgedruckt werden.
Durch die eigene Softwareentwicklung im Hause können wir Kundenwünsche nach Anbindung an Datenbanksysteme oder Netzwerke berücksichtigen.
Ein wichtiges Argument zum Einsatz rechnergesteuerter Prüfsyteme ist die leichte Bedienbarkeit. Nach der Konfigurierung der Anlage und der Bescheibung der Typdefinitionen können reproduzierbare Ergebnisse auch von ungelerntem und / oder wechselndem Personal durchgeführt werden.
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